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Lilienzwiebeln jetzt einpflanzen Rund um den Jahreswechsel beginnt für die Zwiebeln der Lilie die Zeit an der Freiluft. Nach der Rodung und einer kurzen Verweildauer in der Kühlung geht es jetzt wieder zurück. Seit Jahrtausenden bekannt, noch immer beliebt: Lilien beeindrukken seit jeher mit ihrer majestätischen und erhabenen Schönheit. Die Madonnenlilie gehört sogar zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits 4500 vor Christus verzierten die Ornamente dieser Pflanzen Säulenkapitellen, Königsthrone und Sarkophage des alten Ägyptens. Auf verschlungenen Wegen gelangten die Lilien dann von den Phöniziern zu den Griechen und Römern. Selbst in der griechischen Legende von Zeus und seinem Sohn Herkules spielen sie eine Rolle. Jahrhunderte später wurden Lilien im Mittelalter aufgrund ihrer strahlend weißen Farbe zum christlichen Symbol der Reinheit. Als Konzession an die Unschuld ging man allerdings oft so weit, die Madonnenlilie ohne Fruchtstempel und Staubgefäße zu malen, denn diese wurden als anzüglich interpretiert. Bis heute haben Lilien nichts von ihrer erhabenen Kraft eingebüßt. Wo auch immer sie ihre Schönheit entfalten, ob in kleinen Gruppen zwischen niedrigen Sträuchern oder nicht zu hohen Stauden, vor einer Hecke oder immergrünen Gehölzen: Sie ziehen unwillkürlich bewundernde Blicke an. Kennzeichnend für die Gattung Lilien ist die Zwiebel mit überlappenden Schuppen, die je nach Art fest oder locker sind. „Anders als zum Beispiel Tulpen, Narzissen oder Allium besitzen Lilienzwiebeln allerdings keine schützende Außenhaut", erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek. „Daher trocknen die Zwiebeln an der Luft leicht aus. Deshalb empfehle ich, Lilien so früh wie möglich in die Erde zu pflanzen, am besten schon im Januar. Dort sind sie optimal aufgehoben und können im Frühjahr wurzeln und austreiben.” Fälschlicherweise werde häufig eine Pflanzung ab März empfohlen, obwohl viele Sorten Die Sorte 'Lilium Gaucho' besticht mit pink-weißen Blütenblättern. Foto: fluwel hierzulandewinterhart seien.GPP Winterwunderland Garten: Auf die Planung kommt es an Schneebedeckt entwickeln Pflanzen ihren eigenen Charme Wer das Glück hat, einen eigenen Garten zu besitzen, weiß, dass der Winter die Gartenlandschaft märchenhaft verwandeln kann. Nie ist die Luft so klar und klirrend wie in der vierten Jahreszeit. Glänzender Raureif verwandelt Stauden und Gräser in fantastische Skulpturen, Hecken wirken durch eine pudrige Schicht Schnee wie eingezuckert und immergrüne Gehölze sehen mit weißen Schneemützen besonders hübsch aus. Wer dieses Wintermärchen vor der eigenen Haustür erleben möchte, muss schon bei der Gartenplanung den Winteraspekt berücksichtigen und entsprechende Pflanzen auswählen. Für ein gelungenes Wintermärchen: Überraschenderweise zeigen sich manche Pflanzen wie die Korea Tanne (Abies koreana) gerade im Winter von ihrer schönsten Seite. Dieser außergewöhnliche Nadelbaum trägt seinen Festtagsschmuck in Form von violettpurpurfarbenen bis silberblauen Zapfen, die erst im Frühjahr zerfallen. Einen farblich ruhigen Hintergrund für Stauden und Gräser bilden immergrüne Gehölze, die sich im Winter in ihrer ganzen Schönheit zeigen. Neben Klassikern wie Eiben (Taxus) oder anderen Nadelgehölzen, zum Beispiel der Virginische Säulen Wacholder (Juniperus virginiana 'Skyrocket'), gibt es auch eine Vielzahl immergrüner Laubgehölze, die dem winterlichen Garten Struktur geben. Insbesondere deren ungewöhnliche Formen sind im Winter sehr auffällig: Die stark gedrehten Zweige der Korkenzieher Weide (Salix matsudana 'Tortuosa'), der Korkenzieher-Hasel (Corylus avellana 'Contarta') oder der Korkenzieher-Akazie (Robinia pseudoacacia 'Tortuosa') wirken mit Schnee bedeckt wie mit Puderzucker bestreute Skulpturen und entführen in eine verzauberte Gartenwelt. BeilagenHinweis Beachten Sie die Werbebeilagen in dieser Ausgabe: Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht alle Beilagen in Ihrem Willem finden, da unsere Kunden manchmal nur Teilgebiete belegen.


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