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Stressfrei unterwegs mit Katze Es soll Katzen geben, die gerne verreisen und freiwillig in ihre Transportbox klettern. Doch in der Regel zeigt sich ein anderes Bild: Die Katze sträubt sich mit allen Vieren und weigert sich, in die Box einzusteigen. Mit der richtigen Vorbereitung und ein paar Tipps kann die Fahrt entspannter über die Bühne gehen. Schritt 1: Die richtige Transportbox Eine gute Transportbox ist stabil, einfach zu reinigen und von mehreren Seiten zu öffnen, um die Katze auch in Stresssituationen leicht hinein- und hinauszubekommen. Erste Wahl sind dabei glatte Transportboxen ohne die Möglichkeit, sich im Material festzukrallen, wie dies etwa bei Weidenkörben der Fall ist. Katzen akzeptieren Transportboxen, bei denen die gesamte, obere Hälfte abnehmbar ist, schneller als geschlossene Behälter. Eine rutschfeste, waschbare Liegedecke sorgt für den nötigen Komfort. Schritt 2: Die Box geruchlich als vertrauten Ort kennzeichnen Katzen haben feine Nasen und kommunizieren über natürliche Duftstoffe in der Luft. Deshalb können natürlich beruhigende Botenstoffe Mindestens 15 Minuten vor dem Transport sollte man Decke und Transportbox mit natürlich beruhigenden Botenstoffen einsprühen. dem Samtpfötchen signalisieren, dass es sich an einem sicheren und vertrauten Ort befindet. Dazu sollte man die Transportbox jeweils 15 Minuten vor Verwendung mit acht Sprühstößen einsprühen. Angst- und stressbedingtes Verhalten wie Erbrechen, klägliches Miauen oder Harn- und Kotabsatz können unter Umständen deutlich reduziert werden. Schritt 3: Katze an die Transportbox gewöhnen Zur langsamen Gewöhnung der Katze an die Box stellt man diese am besten offen im Wohnzimmer auf. Besonders, wenn das Tier schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte man zudem die Türen aushängen oder den Deckel ganz abnehmen. Danach die Box mit dem Spray als Wohlfühlort kennzeichnen und eine vertraute Schlafdecke hinein legen. Die Katze loben, sobald sie etwa eine Pfote in die Box stellt. Bis das Tier entspannt in der Box liegt, können einige Trainingstage vergehen. Schritt 4: Lernen, in der Transportbox getragen zu werden Liegt die Katze ruhig und entspannt mit geschlossener Tür in der Box, folgt nun der nächste Schritt. Das Tier lernt die Bewegungen kennen, die mit einem Transport einhergehen. Das heißt, Anheben der Box für kurze Zeit, dann wieder abstellen, Tür öffnen. Solange die Katze entspannt bleibt, die Übung wiederholen. Wird die Katze unruhig, Übungen abbrechen. Im nächsten Schritt geht es dann einige Schritte vor die Haustür. Wenn auch das gut klappt, kann man eine erste kurze Probefahrt im Auto machen. djd Mit der richtigen Vorbereitung kann man der Katze helfen, die Transportbox stressfrei und ohne Angst zu akzeptieren. Fotos: djd/Ceva Tiergesundheit


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