Page 10

20181124.WI-MI

Geld vom Land: Minden erhält Weihnachtsmarkt Gerne komme sie nach Minden und vor allem, wenn es einen erfreulichen Anlass für den Besuch gibt, sagt Anke Recklies, Regierungsvizepräsidentin bei der Bezirksregierung Detmold. Einen Geldkoffer hatte sie am vergangenen Montag, 19. November, nicht dabei, aber ein Papier, das der Stadt 2,447 Millionen Euro „beschert“. Sie übergab Bürgermeister Michael Jäcke persönlich den Zuwendungsbescheid für mehrere Städtebau-Förderprojekte, für die die Stadt einen Landeszuschuss beantragt hatte. 80 Prozent beträgt die jeweilige Förderung. Der normale „Satz“ seien 65 Prozent, aber Minden bekomme mehr, so Recklies, weil die Stadt eine Stärkungspakt-Kommune ist, die vom Land noch bis 2021 unterstützt wird. Von den insgesamt seit 2010 bewilligten Städtebau-Fördermitteln in Höhe von 13,5 Millionen Euro sei bereits vieles umgesetzt, hob Bürgermeister Michael Jäcke hervor. Die Innenstadt sei mit der Neugestaltung der Fußgängerzone und anderen Projekten „erheblich aufgewertet worden“, was den Handel stärke. Er nannte in diesem Zusammenhang auch den Verkauf eines Rathaus-Traktes an einen Hamburger Investor, der aktuell am Scharn ein neues Geschäftshaus errichtet. Landesförderungen ziehen immer auch weitere Investitionen nach sich, weiß Bau-Beigeordneter Lars Bursian. So sei beispielsweise in der Obermarktstraße „einiges passiert“. Es gebe neue, attraktive Gastronomiebetriebe und zwei neue – nach der Schließung eines großen Marktes - „lang ersehnte“ Lebensmittelläden in der Innenstadt. Diese positive Entwicklung hätte es ohne die neugestaltete Fußgängerzone mit „deutlich mehr Aufenthaltsqualität“ wohl nicht gegeben, ist sich Bursian sicher. Und die Neugestaltung insgesamt wäre ohne die Förderung vom Land gar nicht möglich gewesen. „In diesem Projekt befinden wir uns nun auf der Zielgeraden“, ergänzte Bürgermeister Jäcke. Den letzten Bauabschnitt in der Bäckerstraße fördert das Land aus dem Paket „Aktive Zentren Innenstadt“ mit 487.000 Euro. Gleich drei Förderbeträge gibt es für die Sanierung des Mindener Rathauskomplexes: für den barrierefreien Umbau des Rathauses 640.000 Euro, für die energetische Sanierung 648.000 Euro und für die konzeptionelle Beleuchtung des Rathausquartiers 392.000 Euro. Stadtkämmerer Norbert Kresse unterstrich, dass sich die Barrierefreiheit im Rathauskomplex, der aus insgesamt sechs Gebäudeteilen besteht, deutlich verbessern werde. Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies hob hervor, dass die Stadt Minden sei sehr engagiert sei, stets gute Konzepte vorgelegt und Qualität in der Innenstadt geschaffen habe. Sie sehe es als positiv an, dass das Land vor einigen Jahren den Weg zu integrier- auf dem Salem-Gelände Minden. Die Altenpflegeheime Haus Emmaus und Haus Morgenglanz der Diakonie Stiftung Salem laden auch in diesem Jahr wieder zu einem kleinen Weihnachtsmarkt ein. Mit Ständen, die Glühwein, Punsch, diverse Speisen und Gebäcke, Kerzen, Deko-Artikel, Schmuck, Textilien und Honig-Produkte anbieten, sorgen Mitarbeitende und ehrenamtliche Helfer für Adventsstimmung. Zudem gibt es ein weihnachtliches Programm mit musikalischen Überraschungen, Weihnachtsgeschichten und einem Besuch vom Nikolaus. Der Weihnachtsmarkt findet statt am 5. und 6. Dezember, jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr an der Kuhlenstraße 82b in Minden. Ring wird zum Boten der Erinnerung Petershagen. Am Samstag, 24. November, 18 Uhr, veranstaltet die Jüdische Kultusgemeinde Minden gemeinsam mit der Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Minden einen Theaterabend. Veranstaltungsort ist die Mehrzweckhalle des Jugendgästehauses in Petershagen. Das Theaterstück „RemembeRing“ zeigt die Geschichte einer jüdischen Familie vor, während und nach dem Holocaust auf. Die Schauspielerin Liora Hilb wendet sich in dem Stück ihrer eigenen Lebensgeschichte zu und verknüpft sie mit gegenwärtigen Erfahrungen von Flucht und Vertreibung. Ein Ring ihrer Großmutter wird zum Boten der Erinnerung. Der Eintritt ist frei. Eine Spende ist willkommen Wenn Geschwister sich streiten Minden. Am 4. Dezember, 16 Uhr, findet das nächste Eltern-Café im AWO-Familienzentrum Dützen statt. Das Thema lautet: Was kann man tun, wenn Geschwister sich streiten? Eltern haben oft den Eindruck, ihre Kinder würden sich den ganzen Tag um Kleinigkeiten zanken. Bricht wieder einmal ein Streit aus, reagieren sie entsprechend genervt. „Aber ein intaktes Familienleben besteht nicht nur aus Harmonie. Wir zeigen, wie man locker mit den Streitereien umgehen kann“, so die Veranstalter. Eine Kinderbetreuung ist nach Absprache möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich unter (0571) 52541. Von den insgesamt seit 2010 bewilligten Städtebau-Fördermitteln in Höhe von 13,5 Millionen Euro wurde bereits einiges in der Fußgängerzone deutlich aufgewertet. Foto: MMG


20181124.WI-MI
To see the actual publication please follow the link above