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Bewegung gegen schlechte Stimmung Der Winter ist nicht nur kalt und nass, sondern auch dunkel. Das führt bei vielen Menschen zu Erschöpfung und schlechter Stimmung – dem sogenannten Winterblues. Diese Tipps helfen gegen das Wintertief. Eine echte Winter-Depression bekommen nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung. „Fachleute sprechen von einer SAD, einer saisonal abhängigen Depression“, sagt Michael Wever, Bezirksdirektor der Barmenia Versicherungen Bielefeld. Sie tritt im Herbst oder Winter auf und zeigt ähnliche Symptome wie eine klinische Depression. Auch wenn nur wenige Menschen davon betroffen sind, schlägt die dunkle Jahreszeit dennoch vielen auf die Stimmung. Sie fühlen sich schlapp und antriebslos, würden am liebsten den ganzen Tag schlafen oder unablässig Süßes essen. Was uns im Winter zusetzt, ist das fehlende Tageslicht. Die Sonne regelt den Schlaf-wach- Rhythmus und beeinflusst unseren Hormonhaushalt. Wenn es draußen dunkel ist, schüttet der Körper mehr Melatonin aus. Das Schlafhormon macht müde und senkt die Stimmung. Zugleich hemmt es die Produktion des Muntermachers Serotonin. Diesen Mangel versucht das Gehirn auszugleichen – mit Kohlenhydraten, Zucker und Fett. Sie stellen den Gehirnzellen die benötigte Energie zur Verfügung und sorgen für den ungeliebten Winterspeck. Dagegen hilft vor allem eines: raus an die frische Luft. Ein Spaziergang in der Mittagspause kurbelt den Kreislauf an und stärkt das Immunsystem. Auch wenn der Himmel Gegen Winterdepressionen hilft vor allem eines: raus an die frische Luft. Ein Spaziergang in der Mittagspause kurbelt den Kreislauf an und stärkt das Immunsystem. Foto: Barmenia bedeckt ist, bekommt der Körper noch genug Sonnenlicht. Wer durch den Job tagsüber eingespannt ist, sollte möglichst viel Licht ins Büro lassen. Auch spezielle Tageslichtlampen können helfen. Sie vertreiben den Blues und fördern die Konzentration. „Gesellige oder gemütliche Abende, ein heißes Bad und ein gutes Buch können die Stimmung ebenfalls aufhellen“, sagt Wever. Daneben spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. So wirken sich zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D positiv auf die Nervenzellen im Gehirn aus. Sie stecken in Fischen wie Lachs, Hering und Thunfisch. Auch Pilze, Bananen und Schokolade fördern die Ausschüttung von Serotonin. Wer sich schlapp fühlt, sollte außerdem viel trinken. Neben Sport und Licht sorgt Wasser dafür, Beschwerden wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu reduzieren, so die Empfehlung der Experten. Achtung, Erkältung! Schnell wieder fit mit Ruhe, Tee, Zink & Co. Wenn sich mit Husten und Halskratzen die ersten Anzeichen einer Erkältung zeigen, gilt es, gleich den Anfängen einen Riegel vorzuschieben. Also: nichts wie ab ins Bett, sich ruhig hinlegen und vorher einen schweißtreibenden Tee aus Holunder- oder Lindenblüten aufbrühen. Wer mag, kann gegen die Schmerzen im Rachen auch mit Salzwasser oder überbrühtem Salbei gurgeln. Heißes Ingwerwasser mit frischen Wurzelstücken wird ebenfalls als Geheimtipp gehandelt. Arzneimittel wie Antibiotika helfen in dieser Situation meist wenig, weil sie die Viren, die die Erkältung verursachen, nicht bekämpfen. Als wirksam hat sich laut Studien erwiesen, einen Zink-Mangel als Immunbremse auszuschalten, indem der Nährstoff in ausreichend hoher Dosis eingenommen wird, so Wörwag Pharma. Begleitend sollte man den Körper mit reichlich Flüssigkeit versorgen und neben dem heißen Tee auch Hühnerbrühe zu sich nehmen. Die verstopfte Nase lässt sich durch Inhalieren mit Kräuterdampf befreien. djd Wer Ruhe bewahrt, sich mit einer Tasse schweißtreibendem Tee ins Bett legt und dafür sorgt, dass ein möglicher Zink-Mangel ausgeglichen wird, kann seiner Erkältung ein Schnippchen schlagen. Foto: djd/Wörwag Pharma/thx


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